Wortpaare und wie sie uns beim Lernen helfen können

Wortpaare und wie sie uns beim Lernen helfen können

Wortpaare als Gedankenstütze

Eine bewährte Methode, um sich Vokabeln einzuprägen, ist das Aufstellen von Wortpaaren. Wortpaare dienen als Gedankenstütze, um sich neue Wörter schneller merken zu können. Dazu muss das Wortpaar eine für den Lernenden gängige Verbindung haben.
Wieder ist es bei der Zusammenstellung der Wortpaare Eurer Phantasie bzw. Eurem persönlichen Lernplan überlassen, aus welchem Bereich Ihr die Paarungen wählt.
Schauen wir uns doch mal einige solcher möglichen Wortgruppierungen an.

Gegensatzpaare aus Adjektiven

Für den Anfang nehmen wir uns Gegensatzpaare vor, hier eignen sich vor allem Adjektive – in der Regel ist es nicht besonders schwierig, Gegensatzpaare zu bilden.

stor – lille (groß – klein)
gammel – ny (alt – neu)
gammel – ung (alt – jung)
lys – mørk (hell – dunkel)
lang – kort (lang – kurz)

Andere Vokabelpaare

Bereits gängige Wortpaare im eigenen Sprachgebrauch eignen sich ebenfalls für die Aufstellung von Vokabelpaaren zur Erleichterung des Lernens. Ich schreibe ausdrücklich gängig, also für den Lernenden gebräuchlich, denn jede am Schreibtisch konstruierte oder aus einem Lehrbuch abgeschriebene Gruppierung, die sonst gar nicht geläufig ist, wird ihren Zweck nicht erfüllen.
Die Gruppierung der Vokabeln zu Wortpaaren soll helfen, sich neue Wörter einfacher einzuprägen. Nutze ich aber dieses Hilfsmittel nicht richtig, indem ich mir eigentlich völlig neue Wortverbindungen konstruiere, ist es keine Hilfe mehr, sondern zusätzliche Erschwernis.

Eigene Assoziationen sind wichtig, nicht die vorgegebenen

Ist für mich zum Beispiel die Verbindung von „Tisch und Stuhl“ völlig geläufig und „Stuhl“ quasi das erste, was mir einfällt, wenn ich an „Tisch“ denke, ist ein Vokabelpaar „bord – stol“ sinnvoll. Denke ich bei „Tisch“ aber eher an „Bett“ weil ich vielleicht sofort „sie teilten Tisch und Bett“ im Kopf habe oder ich denke an „Tischdecke“ sollte mein Vokabelpaar dementsprechend anders lauten. (bord – seng oder bord – dug)

Die Bildung der Wortpaare ist schon aktiver Lernprozeß

Im Grunde gilt auch hierfür, was ich schon grundsätzlich zum Lernen mit Karteikarten sagte: Vorbereitung und der Prozess des Erstellens ist alles. Hier solltet Ihr sorgfältig vorgehen und – solltet Ihr die Gruppierung zu Wortpaaren ausprobieren wollen – Euch genau überlegen, welche Wortpaare für Euch persönlich sinnvoll sind. Klasse siegt über Masse, das gilt auch hier. Habe ich persönlich zu Brot „brød“ immer die Assoziation Butter „smør“, werde ich mich mit einem vorgegebenen Wortpaar brød – vand (Brot – Wasser) schwertun.

Habt Ihr Lust bekommen, es zu versuchen? Dann hab ich hier noch ein Wortpaar für Euch:
pølser – øl
(Habt Ihr ähnliche Assoziationen?)

God fornøjelse!

Eure Kapidaenin



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