Kapidaenins 5 ANKERTIPPS – VENDSYSSEL

Kapidaenins 5 ANKERTIPPS  – VENDSYSSEL

5 Ankertipps für Vendsyssel

 

Als Vendsyssel wird die Region auf der Nordjütischen Insel bezeichnet, die nördlich des Limfjords liegt. Im Südwesten wird Vendsyssel von Han Herred begrenzt. Vendsyssel bietet jede Menge Ankerplätze – hier kommen meine ersten fünf Ankertipps für Vendsyssel. Auf geht’s!

 

Skagen

Skagens Museum
Skagens Museum

 

An Skagen kommt niemand vorbei. Egal bei welchem Wetter oder in welcher Jahreszeit – hier sollte man auf jeden Fall vor Anker gehen.

Sei es, um die Landspitze Grenen zu besuchen – zu Fuß oder in den Sommermonaten auch per Traktor, dem Sandormen, der Touristen auf die Landzunge bringt. Oder aber, um die Leuchttürme Skagens zu erkunden – vom Vippefyret von 1626 bis zum modernen Skagen West von 1956. Insgesamt gibt es vier Leuchttürme in Skagen (außerdem: Den Hvide (1747) / Den Grå (1858))

Außerdem empfiehlt es sich, im Hafen bei den von Bindesbøll entworfenen roten Häusern eine Rast zu machen und den köstlichen Fisch zu probieren.

Nicht nur bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Besuch in einem der zahlreichen, sehr sehenswerten Museen der Stadt – angefangen beim großartigen Kunstmusem Skagens Museum über die ehemaligen Wohnhäuser der Künstler Michael und Anna Ancher sowie Drachmann bis zu Fortidsminder, dem Bamsemuseum und nicht zuletzt dem Skagens Odde Natucenter, dessen Bau des dänischen Architekten Jørn Utzon allein schon sehenswert ist.

Auch eine Tour durch Højen – oder auch Gammel Skagen – sollte auf dem Programm stehen, hier gibt es den Charme der alten Badehotels zu bestaunen.

Nur wenige Kilometer entfernt finden sich die Raabjerg Mile, eine Wanderdüne, die sich auf ca 120 ha erstreckt und Richtung Kattegat wandert. Sie legt etwas 15m im Jahr zurück
Nicht weit davon die Tilsandede Kirke, die versandete St Laurentius Kirche, die 1795 aufgegeben und deren Kirchenschiff abgerissen wurde. Der Turm wurde als Seezeichen erhalten.

 

Skagen Hafen
Skagen Hafen

 

 

Lønstrup

 

Rubjerg Knude Fyr
Rubjerg Knude Fyr

 

Rubjerg Knude Fyr, etwas südlich des Ortes Lønstrup, ist der bekannteste Leuchtturm Dänemarks – jedenfalls jetzt noch, aller Voraussicht nach wird er bald abgetragen werden – bevor er die Steilküste hinabstürzt.

Nördlich des Leuchtturms gibt es die Überreste von Maarup Kirkegaard zu sehen. Die Kirche wurde bereits 2015 abgetragen. Sie wird im Nationalmuseum in Kopenhagen bewahrt.

Ein Gedenkstein mitten im Ort erinnert an die Unwetterkatastrophe des Jahres 1877, bei der der kleine Bach, der durch den Ort verläuft, zu einem reißenden Strom anschwoll und 6 Häuser mit sich in den Skagerrak riss.

Auf jeden Fall sollte man auch einen Bummel durch den Ort machen, in dem sich viele Kunsthandwerker angesiedelt haben. In offenen Werkstätten kann man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen. Auch der kleine Hafenplatz, an dem die Schiffe an Land gezogen werden, ist sehenswert.

Die Steilküste ändert sich von Tag zu Tag – ein ausgiebiger Spaziergang entlang des Strandes darf auf keinen Fall fehlen.

 

Lønstrup
Lønstrup

 

 

Sæby

 

Wassermühle Sæby

 

Sæby hat Charme – das erkannte schon der dänische Schriftsteller Hermann Bang, der hier seine Sommerglæder – seine Sommerfreuden – verfasste. Ein Spaziergang durch die alten Viertel – vorbei an der Wassermühle und vielleicht mit einem Abstecher ins Museum – lohnt sich.

Im Hafen ist es im Sommer mitunter trubelig – auf jeden Fall sollte man sich hier Zeit nehmen und sich hinsetzen, dem Trubel zusehen. Eine Limo oder ein kaltes Bier trinken und eines der hervorragenden Smørrebrød essen.

Der Kirche von Sæby sollte man ebenfalls einen Besuch abstatten! In ihr befinden sich bedeutende Fresken.

 

Hafen Sæby

 

 

Læsø

 

Læsø
Læsø Tanghaus

 

Læsø erreicht man per Fähre ab Frederikshavn in ca. 90 Minuten. Die Überfahrt, vorbei an der Inselgruppe Hirsholmene ist entspannend und so kommt man erfrischt auf der 120km² großen Insel an. Für einen Tagesausflug sollte man mindestens ein Fahrrad dabei haben.

Sehenswert sind die beiden Häfen der Insel – Vesterø Havn und Østerby Havn. Der Strand Danzigmann im Norden der Insel erinnert mit seinen hohen Dünen an die Nordseeküste. Fast überall kann man, wenn man Glück hat, Seehunde beobachten.

In der Nähe von Byrum, dem Hauptort der Insel, liegt das Salzsiede Museum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Hier kann man sogar sein eigenes Læsø-Salz sieden.
Und last but not least – die Tanghäuser auf Læsø nicht vergessen!

 

Læsø Danzigmann
Læsø Danzigmann

 

 

Børglum Kloster

 

Børglum wurde 1080 Bischofssitz und gegen Ende des 12. Jahrhunderts wählte der Prämonstratenserorden Børglum als Hauptsitz des Ordens im Norden.

Børglum Kloster blickt auf eine spannende Geschichte zurück und über die Bischöfe hier gibt es viele recht düstere Geschichten. Der bekannteste von ihnen war wohl Stygge Krumpen, der letzte katholische Bischof von Børglum.

Schon von weitem ist die ehemalige Klosteranlage sichtbar und heute sind Teile der Anlage, die jetzt als Gutshof genutzt wird, sowie die Klosterkirche öffentlich zugänglich und können besichtigt werden. Auch der Kräutergarten, in dem 60 Arzneipflanzen aus der Zeit des Klosters wachsen, sollte nicht ausgelassen werden!

Auf einem Hügel gegenüber der Anlage steht eine stillgelegte Holländerwindmühle, deren Flügel in Kreuzform arretiert wurden nachdem die Familie vom Tod Christian Michael Rottbølls erfahren hatte. Er wurde im Freiheitskampf während des zweiten Weltkrieges getötet.

 

Børglum Kloster
Børglum Kloster – mit freundlicher Genehmigung von Børglum Kloster

 

Wenn Ihr meint, dies sei schon alles, was es in Vendsyssel zu sehen gibt, liegt Ihr falsch. Die nächsten Ankertipps für Vendsyssel gibt’s bestimmt!

Bis dahin – øhøj!

 

 

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