Kapidaenins 5 Ankertipps – Limfjord

Kapidaenins 5 Ankertipps – Limfjord


Der Limfjord ist ein großartiges Gebiet – und leider bei einigen Urlaubern auch ein völlig unterschätztes.

Deshalb hier meine ersten 5 Ankertipps für dieses abwechslungsreiche und spannende Gebiet.



Insel Venø

Venø Hafen
Idylle pur: Venø Hafen

Nördlich von Struer liegt die nur ca. 7 Quadratkilometer große Insel Venø. Sie ist in nur wenigen Minuten über die kürzeste, dänische Strecke mit der Autofähre erreichbar und ein echtes Ferienidyll.

Wäre Saltkråkan nicht schwedisch, würde es wohl Ferien auf Venø heißen. Es gibt einen Ort und einen kleinen Hafen, in dem auch der einzige Inselladen und ein Imbiss zu finden sind. Die Venø Kirke gehört zu den kleinsten im ganzen Land und im Norden der Insel gibt es einen herzförmigen Strandsee.
Hier findet man Ruhe. Ausgedehnte Spaziergänge, Fasane, die sich keinen Zentimeter von ihrem Platz auf dem Feldweg bewegen, schon gar nicht, weil ein Auto vorbei möchte, und zerkratze Arme vom Brombeeren pflücken – Ferienidyll im Limfjord.

Venø
Venø



Lindholm Høje

Nordjyllands Historiske Museum
Lindholm Høje Museum (c)Nordjyllands Historiske Museum

Das größte Gräberfeld der Eisen- und Wikingerzeit Dänemarks findet man nördlich der Stadt Aalborg.

Über 700 Gräber aus der Zeit von 500 n. Chr. bis ca. 1100 wurden hier gefunden. Die meisten davon sind sogenannte Brandgräber – die Toten wurden vor Ort samt ihren Grabbeigaben verbrannt und die Stelle durch Steinsetzungen markiert. Die Steinsetzungen sind sowohl rund und oval, dreieckig oder schiffsförmig, wobei die schiffsförmigen Steinsetzungen die ältesten des Gräberfeldes sind. Sie stammen allesamt aus der Wikingerzeit zwischen 800 – 1100. Auch eine Siedlung nördlich des Gräberfeldes wurde entdeckt, sie stammt vermutlich aus der Zeit um 1100.


Ein spannendes Museum rundet den Besuch von Lindholm Høje ab, der Pflicht für alle Fans von Geschichte und sein sollte.

Nordjyllands Historiske Museum
Museum und Gräberfeld (c) Nordjyllands Historiske Museum



Burg Spøttrup

Spøttrup Burggraben
Spøttrup Burggraben

Die Burg von Spøttrup gilt als besterhaltene mittelalterliche Burg Dänemarks.

Erstmals erwähnt wurde dieser Platz in einem Dokument von 1404, in dem Spøttrup als Bezahlung für eine Begräbnisstätte im Dom von Viborg an das Viborger Bistum überschrieben wurde.

Von da an gewann Spøttrup an Bedeutung, denn das Bistum erkannte den Wert dieses Ortes, der auch als Verwaltungssitz der Besitztümer des Bistums auf Salling diente. Der Ort wurde befestigt und als Burg aus rotem Backstein ausgebaut. Ein doppelter Burggraben macht die Burg noch heute zur waschechten Wasserburg, die man über Zugbrücken erreichen kann.
Bei einem Besuch erfährt man von der wechselvollen, spannenden Geschichte der Burg und so einigen Gespenstergeschichten.

Spøttrup Burggraben
Spøttrup Burg



Lemvig

Lemvig Kirke
für Dänemark ungewöhnlich: Zwiebelturm der Lemvig Kirke

Am südlichen Ufer des Limfjords befindet sich Hafenstadt Lemvig, die im Mittelalter entstand und erstmal 1234 Erwähnung fand.

Im gemütlichen Hafen lässt es sich herrlich entspannen, aber auch die Fußgängerzone mit kleinen, wirklich guten Geschäften lädt zum Bummeln ein. Probieren sollte man hier unbedingt den berühmten Vesterhavsost, den nahe des nur wenige Kilometer entfernten Bovbjerg Fyrs gelagerten Käse oder den geräucherten Camembert. Und auch der örtliche Schlachter war bereits mehrmals Dänemarks Schlachter des Jahres.
Einen Spaziergang oder eine kleine Fahrradtour kann man auch auf dem sogenannten Planetstien unternehmen, einem Skulpturenweg, auf dem maßstabsgerecht die Planeten unseres Sonnensystems dargestellt werden.

Lemvig, Nordvestjylland
Blick in die Fußgängerzone: Lemvig



Insel Livø

Livø Købmand
Livø Købmand

Nur ca. zehn Kilometer südwestlich von Løgstør liegt die Insel Livø, die von Rønbjerg aus mit der Fähre zu erreichen ist. Jedenfalls im Sommer.


Die Insel gilt heute als echte Naturperle und im Sommer finden hier auch Feriengäste Übernachtungsmöglichkeiten. Häufig werden hier Jugendlager veranstaltet.

Die zehn Einwohner der Insel betreiben eine ökologische Landwirtschaft und es gibt einen kleinen Inselkaufmann. Auf die Insel dürfen keine Autos mitgenommen werden und auch das Mitbringen von Hunden ist nicht erlaubt.
Macht man einen Tagesausflug, kann man die Insel wunderbar zu Fuß erkunden und wirklich großartige Natur entdecken. Und auch die Geschichte der Insel ist wirklich spannend.
Bis zur Reformation gehörte die Insel zum nahe gelegenen Kloster Vitskøl. Nach mehreren wechselnden Besitzern der Insel wurden hier 1911 die Kellerschen Anstalten errichtet, die bis 1970 betrieben wurden und das Gegenstück zur Anstalt auf der Insel Sprogø bildeten. Auf Livø wurden geistesschwache und oft kriminelle Männer isoliert und der aus damaliger Sicht fortschrittlichen Kellerschen Einrichtung für psychisch Kranke überstellt. Mehrere Schautafeln informieren über dieses grausame Kapitel der Geschichte der Insel und auch die meisten der Gebäude existieren noch.

Livø
Naturidyll: Livø

Es gibt noch viel mehr, sagt Ihr?

Wie Recht Ihr habt. Deshalb geht es hier auch demnächst weiter – mit weiteren 5 Ankertipps für den Limfjord.

Bis dahin – øhøj! Eure Kapidaenin



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