Du kennst das Buch schon? Prima! Dann lies es mal auf Dänisch!

Du kennst das Buch schon? Prima! Dann lies es mal auf Dänisch!

Du kennst das Buch schon? Prima! Dann lies es mal auf Dänisch!

So lautet mein Rat an alle, die Ihre Dänischkenntnisse verbessern wollen.

Kinderbücher für den Anfang

Fängt man gerade erst an, Dänisch zu lernen, sollte man – möchte man neben den üblichen Lehrbüchern noch mehr für den Fortschritt in Sachen Sprache tun – erst einmal zu ganz einfachen Texten auf Dänisch zurückgreifen. Und da bieten sich ganz klar Kinderbücher an. Diese muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt kennen, denn häufig ist die Textmenge sehr überschaubar und zusätzlich sind viele der Bücher bebildert.

In Dänischkursen lese ich häufig die Bücher von Ole Lund Kirkegaard, die auch für Erwachsene witzig und in einer einfachen Sprache geschrieben sind.

Für fortgeschrittenere Lerner und / oder diejenigen, denen Kinderbücher nicht behagen, empfehle ich ein Buch – und nun kommt mein Rat vom Beginn – dessen Inhalt man kennt – idealerweise hat man es gerade oder vor noch nicht so langer Zeit auf Deutsch gelesen.

Hier könnte man zum Beispiel auf die Märchen von Hans Christian Andersen zurückgreifen (wohlweislich habe ich die NICHT als Kinderbuch genannt!) oder eben einen Roman, vielleicht einen Krimi, den man schon kennt.

Warum ist es nun eigentlich wichtig, dass man den Inhalt kennt?

Erstens, weil man grundsätzlich weiß, worum es geht und so – gerade, wenn es anfangs etwas schwer fällt, sich in die ungewohnte Sprache „hineinzulesen“ – nicht so schnell Geduld, Lust und Elan verliert.

Zweitens ist man als Leser eines fremdsprachigen Buches souveräner, was Lücken angeht.

Was ich damit meine? Nun, das ist ganz einfach.

Wenn ich ein Buch in einer Fremdsprache lese – und tatsächlich in Lesefluss kommen möchte – ist es wichtig, nicht JEDES unbekannte Wort nachzuschlagen. Denn dann komme ich erstens niemals in den Lesefluss und zweitens verliere ich vermutlich spätestens nach 15 Seiten die Lust, da es ewig dauert, mich dort durchzuarbeiten. Kenne ich den Inhalt eines Buches, habe ich keine Angst, dass mir „ das Wichtigste“ entgeht und sehe souveräner über Lücken, was einzelne Vokabeln angeht, hinweg.

Ihr meint, wenn ich nicht jede Vokabel nachschlage, habe das Lesen eines Buches auf Dänisch gar keinen Effekt?

Das hat es aber sehr wohl!

Stellt Euch einmal vor, Ihr lest ein Buch, in dem von „bilerne på gaden“ die Rede ist – das Wort „bilerne“ kennt Ihr aber nicht und Ihr schlagt es auch nicht nach. Zwei Seiten weiter schreibt der Erzähler „jeg sidder i bilen og venter“ und später „i bilen kørte vi til stranden“ und irgendwann wisst Ihr, dass „bil“ ein Auto sein muss – einfach, weil es im Kontext passt.

Im Prinzip funktioniert das wie in einem Gespräch, bei dem Ihr vermutlich auch nicht immer jede einzelne Vokabel kennt, es aber wichtig ist, den Gesamtzusammenhang zu verstehen. Und irgendwann erschließen sich einige Wörter von ganz allein.

Vokabeln auf Klebezetteln notieren

Was macht man nun aber mit den Wörtern, die man nachschlägt? Mein Tipp dazu sind Post-Its. Jedenfalls, wenn man nicht in das Buch hineinschreiben möchte. Bücher, die ich in Fremdsprachen lese, sind hinterher meist fast doppelt so dick, weil ich mir ständig irgendetwas auf den Klebezetteln notiere. Vokabeln, oft auch Redewendungen und manchmal auch Fakten, Fakten, Fakten 🙂

Ist man dann ganz fleißig, überträgt man irgendwann die notierten Vokabeln zum Beispiel auf Karteikarten oder in ein Vokabelheft.

Habt Ihr nun Lust bekommen, mal ein dänisches Buch zu lesen? Dann probiert es mal aus, es funktioniert!

God fornøjelse!

Eure Kapidaenin



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