Wer oder was ist eigentlich…Store Bededag

Wer oder was ist eigentlich…Store Bededag

Der Store Bededag ist Dänemarks Buß- und Bettag.

Ein Bettag – bededag – war in alten Zeiten einer von vielen sogenannten kleinen Feiertagen, an denen die Bevölkerung aufgerufen war zu beten, zu fasten (vagte– oder auch fastedage) oder Buße zu tun (bodsdage).

Im Zuge der Reformation abgeschafft, wurden diese besonderen Tage jedoch von vielen protestantischen Kirchen schnell wieder eingeführt, wenn auch in etwas anderer Form.
Hans Bagger, Bischof von Seeland, war es, der in seiner Amtszeit (1675- 1693) drei feste Buß- und Bettage in seinem Bistum einführte. Der mittlere von ihnen wurde auf königlichen Erlass 1628 zum Buß- und Bettag für das gesamte dänische Reich auserkoren, an dem sowohl gebetet, Buße getan als auch gefastet werden sollte.

Alle anderen bede-, bods- und fastedage wurden abgeschafft und der von nun an Store Bededag genannte Feiertag auf den vierten Freitag nach Ostern datiert.

Eine besondere kulinarische Tradition entstand aus dem Umstand, dass am Store Bededag niemand arbeiten durfte. So sollten auch die Bäcker am Store Bededag frei haben und durften ihre Läden nicht öffnen. Also backten sie am Donnerstag zuvor jede Menge frische Hefebrötchen, die sie am gleichen Abend verkauften. Die Idee war, dass die Kunden die frischen Brötchen am Donnerstagabend kauften und am Store Bededag zu Hause aufbackten – so war es auch lange Tradition bis man dem verführerischen Duft der noch warmen Hefebrötchen zu Hause nicht mehr widerstehen konnte und begann, sie einfach schon am Donnerstagabend zu essen. Und so ist es noch heute. Am besten mit kalter, gesalzener Butter.



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