Danske smørhuller – FreitagsFragen #12

Danske smørhuller – FreitagsFragen #12

Auf das heutige Dansk Smørhul bin ich erst auf den zweiten Blick und dann noch auf besondere Weise aufmerksam geworden. Deshalb werde ich mein heutiges smørhul auch etwas anders präsentieren als sonst.
Auf Instagram, das ich vor allem für die vielen Photos, die sich im Laufe der Zeit angesammelt, aber quasi auch live nutze, bin ich auf den Account @thyholm_dk aufmerksam geworden, der regelmäßig wunderschöne Bilder postet aus einer Gegend, die ich zwar kenne, aber zugegebenermaßen bisher eher vom Durchfahren: Thyholm. Jane Marie Madsen, die diesen Account betreibt, war so lieb, mir viel über diese schöne Gegend zu berichten.

Wie immer habe ich für Euch übersetzt.

1. Kannst Du mir etwas über Thyholm erzählen?

Thyholm ist der nördlichste Teil der Kommune Struer in der Region Midtjylland und wird durch den Limfjord vom übrigen Teil der Kommune Struer abgetrennt. Nach Thy im Norden verbindet Thyholm eine lange schmale Landzunge, über die sicher schon viele Touristen auf ihrem Weg an die Westküste von Thy gefahren sind. Genau wie über die Oddesundbrücke.
Mein persönliches Highlight dieser Gegend ist die Natur. Ich liebe das Wasser, den salzigen Wind, der alle Bäume schief wachsen lässt. Und das Licht.
Thyholm ist fast vollständig vom Limfjord umgeben und auf der Landzunge Draget, die uns mit Thy verbindet, kann man von der Hauptstraße A11 auf beiden Seiten das Wasser sehen. Hier gibt es Rastplätze – man kann also anhalten und Wasser und Wind genießen. An klaren Tagen sieht man hinüber nach Harboøre, Thyborøn und die großen Windräder an der Westküste.

Richtund Süden kann man in Oddesund anhalten, einen Spaziergang am Limfjordstrand machen, von der Brücke angeln oder Grisetå Odde mit dem Leuchtturm, der einer Zuckerstange ähnelt, besuchen.

Auf Thyholm gibt es zwei kleine Häfen, von denen aus noch Fjordfischerei betrieben wird. Der eine liegt in Oddesund Nord und der andere auf Jegindø. Jegindø ist eine kleine Insel, die über einen Damm mit Thyholm verbunden ist. In der Nähe des Damms liegt ein Campingplatz und der Tambohus Kro.

Verlässt man die Hauptstraße und fährt die kleinen Wege, kann man sehr schöne Landschaften entdecken und es gibt viele Strandzugänge, allerdings über Schotterwege. Es gibt auch zwei Museen, ein kleines lokalhistorisches in Sønderberg und eines im Hafen von Jegindø, das das Leben der Fjordfischer thematisiert. Ersteres ist in den Ferien, das zweite ist ganzjährig geöffnet.

Außerdem gibt es auf Thyholm zwei heilige Quellen, die – wenn man denn daran glaubt – alles heilen können. Die eine liegt mitten auf Thyholm (ausgeschildert von der A11), die andere ist etwas versteckt am Serup Strand. Von dort aus hat man eine phantastische Aussicht auf Oddesund.

Thyholm hat mehrere Wanderrouten, sowohl entlang der Strände als auch durch Moore und Heckenlandschaften. Mit etwas Glück sieht man wilde Orchideen. Zwei Beobachtungstürme, von denen man die Aussicht genießen oder Vögel beobachten kann, gibt es auch. Der Wald Plethøj Plantage ist ganzjährig zugänglich – hier gibt es Übernachtungsplätze und einen Feuerplatz.
Trotz seiner geringen Größe hat Thyholm fünf weiße Kirchen, die allesamt einen Besuch wert sind, wenn man sich für Religion, (Bau-)Geschichte und / oder alte Dramen interessiert. In Hvidbjerg Kirke zum Beispiel wurde ein Bischof ermordet.

Auf Thyholm gibt es drei Ferienhausgebiete – ein Ferinehaus auf Thyholm hat neben der schönen Natur am Limfjord den Vorteil, dass es weder nach Thy noch in die Gegend um Lemvig und Thyborøn (die ja allesamt sehr beliebte Feriengebiete sind) weit ist. Auch Holstebro und Thisted sind in Reichweite. Und außerdem ist es hier – weil (noch) wenig bekannt – auch nicht so teuer wie ein Ferienhaus an der Westküste.

Thyholm bietet eine phantastische Natur – man muss nur mal die großen Wege und womöglich auch das Auto verlassen, um sie zu entdecken.

2. Was sollte man mal probieren, wenn man auf Thyholm ist?

Wenn man auf Thyholm ist, sollte man im Tambohus Kro essen. Dort werden nur regionale Zutaten verarbeitet. Gebratener Aal ist ein echter Sommerhit. Auf Jegindø, in Joh. Jensens kleiner Muschelfabrik kann man günstig Miesmuscheln erstehen. Auch regionale Gemüse gibt es an kleinen Verkaufsständen überall zu kaufen. Auf die Frage, was ich am meisten vermisse, wenn ich nicht in Dänemark bzw. auf Thyholm bin, antworte ich ganz klar: den Wind. Den Wind, den vermisse ich. Und das Salz darin. Und die Ruhe. Und das, obwohl ich – wenn ich zuhause bin – über das ewige Salz an den Fenstern und den stetigen Wind schimpfe.

3. Wo machst Du Urlaub? Auch in Dänemark?

Wenn ich im Ausland Urlaub mache, dann wohl – wegen der Wärme und des Windes! – auf Fuerteventura. Aber ich mag auch London – ich liebe diese Stadt – das Leben dort, die Lichter, die Kultur.

Innerhalb Dänemarks reise ich öfter nach Aarhus. Dort bin ich geboren. Diese Stadt bietet so viel: spannende Museen, die alten Stadtviertel, fantastische Restaurants und jede Menge kulturelle Veranstaltungen. Außerdem mag ich auch die Westküste – den Nationalpark Thy mit Cold Hawaii – Klitmøller – und Nr. Vorupør oder Hanstholm mit dem sehenswerten Bunkermuseum.

 

 

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Jane Madsen.



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